Bewerbungsfotos

Las ich doch letztens einen Bericht über Bewerbungsfotos und Bewerbungen in Deutschland. Bewerbungsfotos? Wie diskrimierend doch eigentlich der Bewerbungsvorgang in Deutschland ist. Nüchtern betrachtet spielt es also keine Rolle wie gut man wirklich ist und welche Berufserfahrung man hat, wenn der gegenüber einen wegen des Aussehens nicht mag oder der Personalchef lieber die sexy aussehende Blondine einstellt. Ist halt hübscher für das Auge. :) Dieser diskriminierende Vorgang sollte eigentlich ein Zeichen der Vergangenheit sein. In anderen Ländern ist es absolut unüblich ein Bewerbungsfoto mit den Bewerbungsunterlagen einzureichen, weil man dort bereits erkannt hat das dies nicht der richtige Weg ist.

Der Artikel über die Bewerbungsfotos ging sogar noch ein wenig weiter. Normale Protraitaufnahmen reichen nicht mehr aus, um die “besser aussehende” Konkurrenz auszustechen. Fotografen bieten jetzt besondere Dienstleistungen rund ums Bewerbungsfoto an. Besondere Posen und Lichteffekte machen so aus dem pickeligen Kerl von nebenan, einen gut aussehenden Model Typ. Dazu kommen dann noch Foto-retuschierende Schritte via Photoshop und jeder “persönliche Makel” ist so eine Sache der Vergangenheit und der erfolgreichen Bewerbung steht nichts mehr im Wege.

Stellt sich nur noch ein Problem: Wie soll einen der Personalchef erkennen, wenn man dann persönlich zum Vorstellungsgespräch erscheint und man dem Foto höchtens noch mit Namen ähnlich sieht? Hurra Deutschland ;)

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Wir wollen die Massenkaufkraft stärken

Happy New Year!

“Wir wollen die Massenkaufkraft stärken”, sagte IG-Metall-Chef Jürgen Peters.

Mit diesen Worten eröffnet die IG Metall die Lohn- und Gehaltsrunde für 2006.

“Unsere Forderungsempfehlung ist volkswirtschaftlich geboten und sozial gerechtfertigt”, fügte Peters hinzu.

So, so – unrealistische Forderungen einer Gewerkschaft sind volkswirtschaftlich geboten und sozial gerechtfertigt. Niemand streitet ab, dass sozial schwächere Familien unterstützt werden müssen, aber das ist Aufgabe der Politik und nicht der Gewerkschaften. Aber es ist natürlich einfach raffgierige Forderungen einer Gewerkschaft hinter solch noblen Worten zu verstecken. Auch das Stärken der Massenkaufkraft ist ein nettes Ziel, aber es rechtfertigt beim besten Willen nicht zu hohe Gehaltserhöhungen. Gewerkschaften sollten langsam ins 21. Jahrhundert einziehen und erkennen, dass pauschale Lohnerhöhungen nach Muster der 70er und 80er Jahre einfach nicht mehr Zeitgemäß sind. Deutschland ist nicht mehr das superproduktive Land von damals. Heutzutage muss man mit Billiglohn-Ländern konkurrieren und um da zu bestehen, gehört ein bisserl mehr als die alten Schoten vom Klassenkampf. Es geht nicht mehr um den brutalen Kapitalisten der die Arbeitnehmer versklavt.

Aber es ist wie es ist. Die Gewerkschaften schwingen die große Klappe und Massen an gehirnlosen Arbeitnehmern stimmen in den Chor ein. Hurra Deutschland :)

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Finanzminister Peer Steinbrück will in den nächsten Jahren massiv Bundesvermögen verkaufen.

Der neue Finanzminister hat angekündigt, dass er massiv Bundesvermögen verkaufen will, um so den Haushalt zu sanieren. Hm, da stellen wir uns allerdings die Frage, ob das der richtige Weg ist. Übertragen wir einmal das gleiche „Verhalten“ auf einen Privat-Haushalt einer Hochverschuldeten Familie. Wie könnte eigentlich ein gleiches Vorgehen dort das Haushalts Budget sanieren und was würde das für Konsequenzen für die Familie haben?

1) Vater „A“ verkauft sein Auto und nimmt künftig den Bus zur Arbeit. Mit dem Erlös des Auto-Verkaufs will den Autokredit abbezahlen und eventuell noch einen Finanzkredit für den Groß-Fernseher reduzieren.

2) Mutter „B“ verkauft das gute, alte Familien Porzellan das sie von ihrer Großmutter geerbt hat. Mal vom sentimentalen Wert abgesehen, kann so der Kredit für die Waschmaschine und den Trockner um die Hälfte reduziert werden.

3) Die Familie verkauft den Computer, um so den damit verbundenen Kredit loszuwerden. Man kann ja auch wieder die alten Brettspiele herausholen und sich so die Zeit zu vertreiben.

4) Die große Couch Garnitur wird ebenfalls verkauft, um den Möbelkredit zu reduzieren.

Trotz der Verkäufe reicht das zusätzliche Geld nicht aus, um die monatlichen Kreditverpflichtungen zu bezahlen. Nach kurzer Zeit wird die gewonnene monatliche Liquidität benutzt, um ein neues Auto zu kaufen, damit die Familie auch mal in den Urlaub fahren kann. Die neuen Raten übersteigen die gewonnene Liquidität um 25%.

Jetzt wieder der Sprung zurück zur Bundespolitik. Haushalt sanieren heisst nicht das man das ganze Tafelsilber verhökert. Man saniert einen Haushalt in dem man Ausgaben und Einnahmen wieder in vernünftige Relationen bringt und weniger ausgibt als man einnimmt. Mit dem Kapital was dann übrig ist, bedient man bestehende Schulden. Erst wenn der Schuldenberg reduziert bzw. besser – abgebaut ist, sollte man (wenn überhaupt) neues Fremdkapital aufnehmen.

Das so genannte „sanieren“ wie es die Deutschen Politiker betreiben, wird die Finanzen des Deutschen Staates auf Generationen hin zerstören. Verantwortungslos! Hurra Deutschland ;)

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NRW versinkt im Schneechaos

So, oder so ähnlich liest man es heute in vielen Deutschen Zeitungen. 250.000 Menschen sind ohne Strom, da Strommasten unter der Eislast zusammengebrochen sind. Staus von teilweise über 50 KM wurden verzeichnet und viele Deutsche verbrachten die Nacht auf der Autobahn.

Und da stellt sich uns die Frage: Warum sind so viele Menschen noch bei einem so starkem Schneesturm im Auto unterwegs?

Ist fast so, als ob man meint das so ein Sturm einem Deutschen Autofahrer nichts anhaben kann. Man hat gute Reifen (Tüv sei Dank) und mit Vorderradantrieb bei den meisten Autos – da kann doch nichts schief gehen. Ohne also auf Warnhinweise zu achten, fährt man dann bei so einem Wetter einfach los. Klar, es gibt immer jemanden der einen wirklich triftigen Grund hat unterwegs zu sein, aber 50 KM Staulänge? Das sind nicht einfach nur ein paar mutige auf dem Weg nach Hause. Ja, ja – so als Deutscher – man kommt immer durch und überall hin. Man fährt in Krisengebiete zum entspannten Urlaub und man fährt beim stärksten Schneesturm mit dem Auto los. Und wenn was passiert, dann ist man a) versichert und b) kann man ja auf die Behörden schimpfen die einen nicht gewarnt haben. Aber selber Verantwortung für dämliches Verhalten zu übernehmen ….. wo käme man denn da hin?! Hurra Deutschland ;)

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Spiegel Online: Umfrage: Unmut über Schwarz-Rot, Union nur 32 Prozent

Hm, da haben die Deutschen doch erst vor kurzem bei der Wahl entschieden das keine Partei die absolute Mehrheit erhalten soll und jetzt beschweren sie sich über das Ergebnis. Da soll noch einer wissen warum das Land einfach nicht aus dem ewig dauernden Konjunktur-Tief herauskommen soll. Man kann das gut mit dem deutschen Hobby Autofahren vergleichen – der rechte Fuß will Gas geben, und der linke Fuß will bremsen. Ganz passend ja auch, dass die CDU mehr rechts angesiedelt ist und die SPD mehr links.

Freuen wir uns also auf 4 Jahre Stop and Go. Hurra Deutschland. :)

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3% Mehrwertsteuer Erhöhung – here we go ….

Jetzt wird es offiziell. Die Verhandlungsgremien der CDU und SPD haben sich im Rahmen des Koalitationsvertrages auf eine Mehrwertsteuer Erhöhung von satten 3% geeinigt. Das ist 1 Prozent mehr als die CDU vor der Wahl angekündigt hatte. Durch die Erhöhung der Mehrwertsteuer erhofft man sich eine Senkung der Lohnnebenkosten und will weitere Löcher im Haushalt stopfen. Von sparen und Vernunft also keine Spur.

Armselig und erschreckend wie die beiden Parteien die Zukunft Deutschlands verschenken. 3% Steuer Erhöhung wird den privaten Konsum noch weiter zurück gehen lassen. Deutschland mit seinem schwachen Wirtschaftswachstum wird so noch weiter in die Krise rutschen.

Haben die Koalitationsverhandlungen eigentlich bisher neue Konzepte zur Schuldenreduzierung und zur Ankurbelung der Wirtschaft gebracht? Fehlanzeige. Wie auch? Dieselben Politiker die das Land über Jahre hinweg in die Krise geschoben haben, sitzen an der Macht und machen weiterhin Politik. Ein wichtiger Schritt für Deutschland wäre eine Limitierung auf 2 Amtszeiten bei Politikern bis die jetzige Politiker Kaste abgetreten ist und neuer Wind in die Amtsstuben in Berlin einzieht. Was auch fehlt ist der klare Wille für eine ordentliche Zukunft. Den Sozialstaat beschneiden tut weh, aber ohne Schmerzen lassen sich die jetzigen Probleme einfach nicht lösen. Leider ist keiner in Deutschland bereit notwendige Reformen einzuleiten..

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20% Mehrwertsteuer möglich?

Der neue Parteivorsitzende der SPD lies verlauten, dass u.U. die Mehrwertsteuer auf 20% angehoben warden müsste, um die Haushaltslöcher im Bundesetat zustopfen (Quelle: Spiegel Online).

Wer hätte das vor der Wahl geahnt? 20 Prozent. Ein Fünftel des Kaufpreises einer Ware wird also dann auf den Preis aufgeschlagen und an den Staat abgeführt. Eine 4 prozentige Erhöhung der Mehrwertsteuer wird meines Erachtens nach den Konsum in Deutschland extreme verlangsamen und Arbeitsplätze kosten. Die Gewerkschaften warden höhere Löhne fordern, da ja die Lebenshaltungskosten dramatisch ansteigen warden und die Unternehmer werden a) versuchen die so entstehenden Lohnkosten zu drücken (=Leute entlassen) und b) die Preise für ihre Produkte erhöhen müssen. Das in Kombination mit verhaltenem oder rückläufigem Konsum der Verbraucher – das kann nicht gut gehen.

Aber wem gibt man jetzt die Schuld? Den Politikern denen es ja im Grunde sehr leicht gemacht wird das Volk auszunehmen ohne Konsequenzen für ihr tun fürchten zu müssen? Die Wähler die sich von der SPD und Schriöder vor der Wahl haben einwickeln lassen und glaubten die CDU wäre das wahre Übel? Jeder hat jetzt die Gelegenheit mit dem Finger auf andere zu zeigen und die Schuld von sich zu weisen. Das klappt am Besten und so läuft es ja in Deutschland schon seit vielen Jahren. Keiner übernimmt Verantwortung und keiner hat den Mut mal mit der Faust auf den Tisch zu schlagen und aufzuräumen. Und so geht es stetig im Seitwärts-Schritt den Berg runter ….

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Streik bei Infineon

Seit heute Morgen wird bei Infineon in München-Perlach gestreikt. Die IG Metall hat einen unbefristeten Streik gestartet. Circa 500 Mitarbeiter haben die Arbeit niedergelegt (wie das übrigens funktionieren soll, wenn man noch nicht mal angefangen hat zu arbeiten, bleibt uns ein Rätsel). Stolz vermeldet die Gewerkschaft das sie auch Busse mit Arbeitswilligen Arbeitnehmern gestoppt haben. Die Produktion in der Anlage liegt daher lahm.

Wofür wird hier eigentlich gestreikt?

Beitrag von n-tv http://n-tv.de/593619.html Zitat: Die IG Metall forderte eine Qualifizierungsgesellschaft über fünf Jahre, eine Abfindung über drei Monatsgehälter je Beschäftigungsjahr und Ausgleichszahlungen für ältere Beschäftigte. Zitat Ende

Nach Adam Riese sieht die Gleichung dann so aus:

Wer seit 10 Jahren für Infineon arbeitet bekommt 3 Jahresgehälter Abfindung, für die nach geltenden Bestimmungen keine Sozialversicherungsbeiträge fällig sind. Hochgerechnet kann man so also in etwa von 4 Jahrenettogehältern ausgehen. Durch die Auffanggesellschaft wird der Arbeitnehmer dann 5 Jahre noch beschäftigt und ist somit im Endeffekt für 9 Jahre voll versorgt.

Wie soll ein Unternehmen diese erpresserischen Forderungen der Gewerkschaft akzeptieren können? In welchem Jahrhundert lebt die IG Metall eigentlich? Die Gewerkschaft ist nicht Willens realistische Bedingungen auszuarbeiten und möglichst viele Arbeitsplätze zu sichern. Nein, das Unternehmen soll geschlachtet und ausgenommen werden – weil das ist es worum es der Gewerkschaft wirklich geht. Wer sich der “roten” Mentalität widersetzt, muss dafür bezahlen und Geld nimmt die Gewerkschaft auch sehr gerne an.

Die Gewerkschaft hat vor zwei Jahren als es bereits um die Zukunft des Werks ging, jede Form von Änderung in Perlach zur Aufrechterhaltung der Wirtschaftlichkeit abgelehnt. Flexibles Schichtmodell, Arbeitszeitkonten, etc: abgelehnt. Somit hat die Gewerkschaft selber dazu beigetragen, dass das Infineon Werk unrentabel wurde und ist somit auch mit Schuld daran das jetzt die Schließung bevorsteht.

Dazu kommt – die Löhne wurden durch die IG Metall in Bereiche hochgetrieben, daß ein einfacher Produktionsmitarbeiter dort heute 50% mehr verdient als ein Facharbeiter. Das ist zwar gut für den einzelnen Produktionsmitarbeiter, aber unterm Strich absolut nicht korrekt aus wirtschaftlicher Sicht. Wer nun denkt, daß kann so bleiben und das Werk ist trotzdem wirtschaftlich hat jeglichen Bezug zur Realität verloren.

Die Streikbrecher bzw. Nicht-Gewerkschaftsmitglieder die jetzt von der Arbeit abgehalten werden, zahlen doppelt. Die Gewerkschaft straft sie ab, weil sie keine Mitgliedsbeiträge zahlen und arbeiten können sie entsprechend auch nicht. Selbst wenn sie jetzt Gerwerkschaftsmitglieder werden würden – Ausfallgeld würden sie trotzdem nicht bekommen. Dazu kommt das der Produktionsausfall bestehende Aufträge gefährdet die den Gesamt-Konzern betreffen und nicht nur das Werk in Perlach. Der Schaden kann Konsequenzen auf andere Teile der Belegschaft haben. Soll also gleich der ganze Laden dicht machen, bloss weil die Gewerkschaft mit absolut unrealistischen Forderungen versucht einen Arbeitgeber zu erpressen?

Gewerkschaften hatten ihre Zeit und Berechtigung in Deutschland vor einigen Jahrzehnten. Seit den 70er Jahren jedoch haben die Gewerkschaften dem Land mehr geschadet als geholfen. Das Ergebnis ist, dass kaum ein Arbeitnehmer nach Leistung bezahlt wird, sondern das alle gleich behandelt werden – egal ob man Leistung erbracht hat oder nicht. Der jetzige Streik ist eine Ausuferung der Macht der Gewerkschaften und ein Zeichen der Unfähigkeit des deutschen Gesetzgebers akzeptable Rahmenbedingungen für Unternehmen zu schaffen. Mit etwas weniger starken Gewerkschaften und einer Regierung die Willens ist vernünftige Rahmenbedingungen zu schaffen, könnte die Wirtschaft in Deutschland boomen und Arbeitsplätze entstehen. So wird nur weiter das gleiche Spiel zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern gespielt und die Wirtschaft stranguliert. Kein Wunder das es dem Ausland besser geht als Deutschland.

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Nochmal Mehrwertsteuer

Immer wieder hört man als Argument für eine Mehrwehrtsteuer-Erhöhung das ja im Europäischen Durchschnitt Deutschland mit seiner Mehrwertsteuer von noch 16% ja sehr günstig darsteht. Ist in etwa so als wenn man beim Autokauf Mercedes, BMW, Lexus, Cadillac und Rolls Royce miteinander vergleicht, um eine Preiserhöhung beim VW Touareg zu rechtfertigen. Was hat die Mehrwertsteuer in anderen Ländern mit der in Deutschland zu tun? Gar nichts. Das Argument is also absoluter quatsch und rechtfertigt in keine Fall eine Erhöhung. Bloss weil andere Länder eine höhere MWST haben, muss man es in deutschen Landen nicht auch so haben.

16% Mehrwertsteuer. Auf 100 Euro Warenwert kommen dann noch mal einam 16 Euro MWST dazu. Was rechtfertigt so hohe Steuern eigentlich? Leben in Deutschland alle im Reichtum? Sind alle Bürger krankenversichert? Sind alle Strassen in optimalem Zustand? Ist die Arbeitslosigkeit abgeschafft?

Dies ist nicht der Fall. Der Konsum klemmt und hier beisst sich die Katze in den Schwanz. Mehrwehrtsteuer wird nur erhoben, wenn etwas gekauft wird. Wenn aber das Kaufen (Konsum) zu teuer ist und man es sich als Bürger nicht leisten kann, weil das Einkommen zu niedrig ist bzw. Die Lebenshaltungskosten zu hoch, dann reduziert man den Konsum. Das Ergebnis sind weniger Einnahmen für den Staat durch die Mehrwertsteuer. Das reisst dann grosse Löcher in den Etat, der natürlich völlig widersinnig darauf basierte das eine Mehrwertsteuererhöhung den Konsum nicht bremst und bei gleichem Konsum Volumen X % mehr Steuereinnahmen zu erzielen sind. Auf den gleichen Etat baut man dann die Staatsausgaben auf und schon geht alles den Bach runter, weil die Gleichung nie aufgehen konnte.

Jetzt muss man dieses Loch im Etat ja irgendwie wieder stopfen, weil sparen kann man als Politiker ja auch nicht. Also überlegt man hin und her und kommt wieder auf die Mehrwertsteuer. Wenn man die jetzt um 2% erhöhen würde und der Konsum gleich bleibt, dann nimmt man ja X Euro mehr ein und kann damit die entstandenen Löcher im Haushalt stopfen. Und so schraubt man alle Jahre wieder an der Mehrwertsteuer herum und erhöht sie.

Hohe Mehrwertsteuer kann Sinn machen, wenn andere Steuern dafür niedrig sind und bleiben. Aber dieses System scheint den Politikern in Deutschland nicht in den Sinn zu kommen.

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SPD lehnt höhere Mehrwertsteuer nicht mehr ab

Was für ein Schauspiel und Schmieren-Theater. Vor der Wahl war es die CDU die sich zu weit aus dem Fenster lehnte und vorab ankündigte, dass sie die Mehrwertsteuer erhöhen würden. Die SPD hielt prompt dagegen und konnte so wertvolle Stimmen der CDU abjagen. Wie schnell sich der Wind dreht. Jetzt aufeinmal ändert sich die Aussage der SPD und eine Mehrwertsteuer-Erhöhung ist nicht mehr in allzu weiter Ferne. Und der Bürger guckt wieder einmal ins Leere und zahlt die Zeche. Viel Bürger hatten sich wohl erhofft das die SPD Wort halten würde und die Mehrwertsteuer unangetastet lassen würde. Aber jetzt mit der grossen Koalition in der Mache ist es ja ein leichtes, diese Versprechen über Bord zu werfen. Man kann dies sehr geschickt hinter den Forderungen der CDU verstecken und so den schwarzen Peter weiterreichen.

Aber für wie dumm hält man den Bürger bei der SPD eigentlich? Aber es sind immer die gleichen die auf die Versprechnungen der SPD hereinfallen. Es wird weniger geschaut was die SPD machen will, um Deutschland auf Vordermann zu bringen. Nein, man schaut eher darauf was “will” sie machen, damit es dem Bürger nicht weh tut. Dazu kommt das Gerangel um den Sozialstaat der saniert warden muss. Es gibt offenbar immer noch Leute die meinen das dies ohne Einschnitte passieren kann. Wacht auf. Der Karren steckt bereits so tief im Dreck, dass jeder dabei dreckig wird ihn wieder flott zu machen.

Zurück zur Mehrwertsteuererhöhung die ja offenbar schon beschlossene Sache ist. Akzeptieren wir einfach mal das dies nicht zu ändern ist – die Politiker haben es bereits beschlossen. Aber vom rein Glaubwürdigkeitsfaktor betrachtet, traue ich doch eher der Partei die dies bereits vor den Wahlen angekündigt hat, um den Haushalt zu sanieren und weniger der Partei die jetzt mit auf den fahrenden Zug springt und das macht, was sie sowieso gemacht hätten – aber es vorher verneint haben bloss um auch die notwendigen Wahlstimmen zu bekommen. Wenn es um die Macht geht, dann sind plötzlich alle Versprechen vergessen – wir wählen ja erst in 4 Jahren wieder.

Das Wahlergebnis 2005 hat Deutschland nicht geholfen. Jetzt jammern alle wieder . Hätten sich die gleichen Jammerlappen vor der Wahl vielleicht mal überlegt, warum sie wirklich CDU oder SPD wählen, dann sähe es jetzt nicht so düster aus.

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