Archive for November, 2005

Finanzminister Peer Steinbrück will in den nächsten Jahren massiv Bundesvermögen verkaufen.

Der neue Finanzminister hat angekündigt, dass er massiv Bundesvermögen verkaufen will, um so den Haushalt zu sanieren. Hm, da stellen wir uns allerdings die Frage, ob das der richtige Weg ist. Übertragen wir einmal das gleiche „Verhalten“ auf einen Privat-Haushalt einer Hochverschuldeten Familie. Wie könnte eigentlich ein gleiches Vorgehen dort das Haushalts Budget sanieren und was würde das für Konsequenzen für die Familie haben?

1) Vater „A“ verkauft sein Auto und nimmt künftig den Bus zur Arbeit. Mit dem Erlös des Auto-Verkaufs will den Autokredit abbezahlen und eventuell noch einen Finanzkredit für den Groß-Fernseher reduzieren.

2) Mutter „B“ verkauft das gute, alte Familien Porzellan das sie von ihrer Großmutter geerbt hat. Mal vom sentimentalen Wert abgesehen, kann so der Kredit für die Waschmaschine und den Trockner um die Hälfte reduziert werden.

3) Die Familie verkauft den Computer, um so den damit verbundenen Kredit loszuwerden. Man kann ja auch wieder die alten Brettspiele herausholen und sich so die Zeit zu vertreiben.

4) Die große Couch Garnitur wird ebenfalls verkauft, um den Möbelkredit zu reduzieren.

Trotz der Verkäufe reicht das zusätzliche Geld nicht aus, um die monatlichen Kreditverpflichtungen zu bezahlen. Nach kurzer Zeit wird die gewonnene monatliche Liquidität benutzt, um ein neues Auto zu kaufen, damit die Familie auch mal in den Urlaub fahren kann. Die neuen Raten übersteigen die gewonnene Liquidität um 25%.

Jetzt wieder der Sprung zurück zur Bundespolitik. Haushalt sanieren heisst nicht das man das ganze Tafelsilber verhökert. Man saniert einen Haushalt in dem man Ausgaben und Einnahmen wieder in vernünftige Relationen bringt und weniger ausgibt als man einnimmt. Mit dem Kapital was dann übrig ist, bedient man bestehende Schulden. Erst wenn der Schuldenberg reduziert bzw. besser – abgebaut ist, sollte man (wenn überhaupt) neues Fremdkapital aufnehmen.

Das so genannte „sanieren“ wie es die Deutschen Politiker betreiben, wird die Finanzen des Deutschen Staates auf Generationen hin zerstören. Verantwortungslos! Hurra Deutschland ;)

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NRW versinkt im Schneechaos

So, oder so ähnlich liest man es heute in vielen Deutschen Zeitungen. 250.000 Menschen sind ohne Strom, da Strommasten unter der Eislast zusammengebrochen sind. Staus von teilweise über 50 KM wurden verzeichnet und viele Deutsche verbrachten die Nacht auf der Autobahn.

Und da stellt sich uns die Frage: Warum sind so viele Menschen noch bei einem so starkem Schneesturm im Auto unterwegs?

Ist fast so, als ob man meint das so ein Sturm einem Deutschen Autofahrer nichts anhaben kann. Man hat gute Reifen (Tüv sei Dank) und mit Vorderradantrieb bei den meisten Autos – da kann doch nichts schief gehen. Ohne also auf Warnhinweise zu achten, fährt man dann bei so einem Wetter einfach los. Klar, es gibt immer jemanden der einen wirklich triftigen Grund hat unterwegs zu sein, aber 50 KM Staulänge? Das sind nicht einfach nur ein paar mutige auf dem Weg nach Hause. Ja, ja – so als Deutscher – man kommt immer durch und überall hin. Man fährt in Krisengebiete zum entspannten Urlaub und man fährt beim stärksten Schneesturm mit dem Auto los. Und wenn was passiert, dann ist man a) versichert und b) kann man ja auf die Behörden schimpfen die einen nicht gewarnt haben. Aber selber Verantwortung für dämliches Verhalten zu übernehmen ….. wo käme man denn da hin?! Hurra Deutschland ;)

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Spiegel Online: Umfrage: Unmut über Schwarz-Rot, Union nur 32 Prozent

Hm, da haben die Deutschen doch erst vor kurzem bei der Wahl entschieden das keine Partei die absolute Mehrheit erhalten soll und jetzt beschweren sie sich über das Ergebnis. Da soll noch einer wissen warum das Land einfach nicht aus dem ewig dauernden Konjunktur-Tief herauskommen soll. Man kann das gut mit dem deutschen Hobby Autofahren vergleichen – der rechte Fuß will Gas geben, und der linke Fuß will bremsen. Ganz passend ja auch, dass die CDU mehr rechts angesiedelt ist und die SPD mehr links.

Freuen wir uns also auf 4 Jahre Stop and Go. Hurra Deutschland. :)

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3% Mehrwertsteuer Erhöhung – here we go ….

Jetzt wird es offiziell. Die Verhandlungsgremien der CDU und SPD haben sich im Rahmen des Koalitationsvertrages auf eine Mehrwertsteuer Erhöhung von satten 3% geeinigt. Das ist 1 Prozent mehr als die CDU vor der Wahl angekündigt hatte. Durch die Erhöhung der Mehrwertsteuer erhofft man sich eine Senkung der Lohnnebenkosten und will weitere Löcher im Haushalt stopfen. Von sparen und Vernunft also keine Spur.

Armselig und erschreckend wie die beiden Parteien die Zukunft Deutschlands verschenken. 3% Steuer Erhöhung wird den privaten Konsum noch weiter zurück gehen lassen. Deutschland mit seinem schwachen Wirtschaftswachstum wird so noch weiter in die Krise rutschen.

Haben die Koalitationsverhandlungen eigentlich bisher neue Konzepte zur Schuldenreduzierung und zur Ankurbelung der Wirtschaft gebracht? Fehlanzeige. Wie auch? Dieselben Politiker die das Land über Jahre hinweg in die Krise geschoben haben, sitzen an der Macht und machen weiterhin Politik. Ein wichtiger Schritt für Deutschland wäre eine Limitierung auf 2 Amtszeiten bei Politikern bis die jetzige Politiker Kaste abgetreten ist und neuer Wind in die Amtsstuben in Berlin einzieht. Was auch fehlt ist der klare Wille für eine ordentliche Zukunft. Den Sozialstaat beschneiden tut weh, aber ohne Schmerzen lassen sich die jetzigen Probleme einfach nicht lösen. Leider ist keiner in Deutschland bereit notwendige Reformen einzuleiten..

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20% Mehrwertsteuer möglich?

Der neue Parteivorsitzende der SPD lies verlauten, dass u.U. die Mehrwertsteuer auf 20% angehoben warden müsste, um die Haushaltslöcher im Bundesetat zustopfen (Quelle: Spiegel Online).

Wer hätte das vor der Wahl geahnt? 20 Prozent. Ein Fünftel des Kaufpreises einer Ware wird also dann auf den Preis aufgeschlagen und an den Staat abgeführt. Eine 4 prozentige Erhöhung der Mehrwertsteuer wird meines Erachtens nach den Konsum in Deutschland extreme verlangsamen und Arbeitsplätze kosten. Die Gewerkschaften warden höhere Löhne fordern, da ja die Lebenshaltungskosten dramatisch ansteigen warden und die Unternehmer werden a) versuchen die so entstehenden Lohnkosten zu drücken (=Leute entlassen) und b) die Preise für ihre Produkte erhöhen müssen. Das in Kombination mit verhaltenem oder rückläufigem Konsum der Verbraucher – das kann nicht gut gehen.

Aber wem gibt man jetzt die Schuld? Den Politikern denen es ja im Grunde sehr leicht gemacht wird das Volk auszunehmen ohne Konsequenzen für ihr tun fürchten zu müssen? Die Wähler die sich von der SPD und Schriöder vor der Wahl haben einwickeln lassen und glaubten die CDU wäre das wahre Übel? Jeder hat jetzt die Gelegenheit mit dem Finger auf andere zu zeigen und die Schuld von sich zu weisen. Das klappt am Besten und so läuft es ja in Deutschland schon seit vielen Jahren. Keiner übernimmt Verantwortung und keiner hat den Mut mal mit der Faust auf den Tisch zu schlagen und aufzuräumen. Und so geht es stetig im Seitwärts-Schritt den Berg runter ….

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