Archive for Gewerkschaftlicher Unsinn

Wir wollen die Massenkaufkraft stärken

Happy New Year!

“Wir wollen die Massenkaufkraft stärken”, sagte IG-Metall-Chef Jürgen Peters.

Mit diesen Worten eröffnet die IG Metall die Lohn- und Gehaltsrunde für 2006.

“Unsere Forderungsempfehlung ist volkswirtschaftlich geboten und sozial gerechtfertigt”, fügte Peters hinzu.

So, so – unrealistische Forderungen einer Gewerkschaft sind volkswirtschaftlich geboten und sozial gerechtfertigt. Niemand streitet ab, dass sozial schwächere Familien unterstützt werden müssen, aber das ist Aufgabe der Politik und nicht der Gewerkschaften. Aber es ist natürlich einfach raffgierige Forderungen einer Gewerkschaft hinter solch noblen Worten zu verstecken. Auch das Stärken der Massenkaufkraft ist ein nettes Ziel, aber es rechtfertigt beim besten Willen nicht zu hohe Gehaltserhöhungen. Gewerkschaften sollten langsam ins 21. Jahrhundert einziehen und erkennen, dass pauschale Lohnerhöhungen nach Muster der 70er und 80er Jahre einfach nicht mehr Zeitgemäß sind. Deutschland ist nicht mehr das superproduktive Land von damals. Heutzutage muss man mit Billiglohn-Ländern konkurrieren und um da zu bestehen, gehört ein bisserl mehr als die alten Schoten vom Klassenkampf. Es geht nicht mehr um den brutalen Kapitalisten der die Arbeitnehmer versklavt.

Aber es ist wie es ist. Die Gewerkschaften schwingen die große Klappe und Massen an gehirnlosen Arbeitnehmern stimmen in den Chor ein. Hurra Deutschland :)

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Streik bei Infineon

Seit heute Morgen wird bei Infineon in München-Perlach gestreikt. Die IG Metall hat einen unbefristeten Streik gestartet. Circa 500 Mitarbeiter haben die Arbeit niedergelegt (wie das übrigens funktionieren soll, wenn man noch nicht mal angefangen hat zu arbeiten, bleibt uns ein Rätsel). Stolz vermeldet die Gewerkschaft das sie auch Busse mit Arbeitswilligen Arbeitnehmern gestoppt haben. Die Produktion in der Anlage liegt daher lahm.

Wofür wird hier eigentlich gestreikt?

Beitrag von n-tv http://n-tv.de/593619.html Zitat: Die IG Metall forderte eine Qualifizierungsgesellschaft über fünf Jahre, eine Abfindung über drei Monatsgehälter je Beschäftigungsjahr und Ausgleichszahlungen für ältere Beschäftigte. Zitat Ende

Nach Adam Riese sieht die Gleichung dann so aus:

Wer seit 10 Jahren für Infineon arbeitet bekommt 3 Jahresgehälter Abfindung, für die nach geltenden Bestimmungen keine Sozialversicherungsbeiträge fällig sind. Hochgerechnet kann man so also in etwa von 4 Jahrenettogehältern ausgehen. Durch die Auffanggesellschaft wird der Arbeitnehmer dann 5 Jahre noch beschäftigt und ist somit im Endeffekt für 9 Jahre voll versorgt.

Wie soll ein Unternehmen diese erpresserischen Forderungen der Gewerkschaft akzeptieren können? In welchem Jahrhundert lebt die IG Metall eigentlich? Die Gewerkschaft ist nicht Willens realistische Bedingungen auszuarbeiten und möglichst viele Arbeitsplätze zu sichern. Nein, das Unternehmen soll geschlachtet und ausgenommen werden - weil das ist es worum es der Gewerkschaft wirklich geht. Wer sich der “roten” Mentalität widersetzt, muss dafür bezahlen und Geld nimmt die Gewerkschaft auch sehr gerne an.

Die Gewerkschaft hat vor zwei Jahren als es bereits um die Zukunft des Werks ging, jede Form von Änderung in Perlach zur Aufrechterhaltung der Wirtschaftlichkeit abgelehnt. Flexibles Schichtmodell, Arbeitszeitkonten, etc: abgelehnt. Somit hat die Gewerkschaft selber dazu beigetragen, dass das Infineon Werk unrentabel wurde und ist somit auch mit Schuld daran das jetzt die Schließung bevorsteht.

Dazu kommt - die Löhne wurden durch die IG Metall in Bereiche hochgetrieben, daß ein einfacher Produktionsmitarbeiter dort heute 50% mehr verdient als ein Facharbeiter. Das ist zwar gut für den einzelnen Produktionsmitarbeiter, aber unterm Strich absolut nicht korrekt aus wirtschaftlicher Sicht. Wer nun denkt, daß kann so bleiben und das Werk ist trotzdem wirtschaftlich hat jeglichen Bezug zur Realität verloren.

Die Streikbrecher bzw. Nicht-Gewerkschaftsmitglieder die jetzt von der Arbeit abgehalten werden, zahlen doppelt. Die Gewerkschaft straft sie ab, weil sie keine Mitgliedsbeiträge zahlen und arbeiten können sie entsprechend auch nicht. Selbst wenn sie jetzt Gerwerkschaftsmitglieder werden würden - Ausfallgeld würden sie trotzdem nicht bekommen. Dazu kommt das der Produktionsausfall bestehende Aufträge gefährdet die den Gesamt-Konzern betreffen und nicht nur das Werk in Perlach. Der Schaden kann Konsequenzen auf andere Teile der Belegschaft haben. Soll also gleich der ganze Laden dicht machen, bloss weil die Gewerkschaft mit absolut unrealistischen Forderungen versucht einen Arbeitgeber zu erpressen?

Gewerkschaften hatten ihre Zeit und Berechtigung in Deutschland vor einigen Jahrzehnten. Seit den 70er Jahren jedoch haben die Gewerkschaften dem Land mehr geschadet als geholfen. Das Ergebnis ist, dass kaum ein Arbeitnehmer nach Leistung bezahlt wird, sondern das alle gleich behandelt werden - egal ob man Leistung erbracht hat oder nicht. Der jetzige Streik ist eine Ausuferung der Macht der Gewerkschaften und ein Zeichen der Unfähigkeit des deutschen Gesetzgebers akzeptable Rahmenbedingungen für Unternehmen zu schaffen. Mit etwas weniger starken Gewerkschaften und einer Regierung die Willens ist vernünftige Rahmenbedingungen zu schaffen, könnte die Wirtschaft in Deutschland boomen und Arbeitsplätze entstehen. So wird nur weiter das gleiche Spiel zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern gespielt und die Wirtschaft stranguliert. Kein Wunder das es dem Ausland besser geht als Deutschland.

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