Kanzler Theater
Vor einer Woche hat Deutschland gewählt und die Wahlen haben nicht gerade positives bewirkt. Die Mehrheiten haben sich zwar ein wenig verschoben, aber weniger zum Guten. Keine Partei hat notwendige Mehrheiten erreicht. Die kleinen Parteien haben zugelegt und zwar auf Kosten der großen Parteien. Und mitten drin in diesem Dilemma ist der noch amtierende Bundeskanzler Schroeder. Obwohl seine Partei nicht die Partei mit den meisten Sitzen im neuen Bundestag sein wird, beharrt er darauf das die SPD den neuen Kanzler stellen wird. Die SPD hat noch nicht mal vernünftige Gespräche mit eventuellen Koalitionspartnern auf den Weg gebracht.
Schroeder spielt sich selbst-herrlich auf und kommt damit auch noch durch. Eines muss man ihm wirklich zugestehen. Er weiß wie er mit den Menschen spielen muss. 4 Wochen vor der Wahl war die SPD im Stimmungstief. Schroeder war schlau genug die Schwächen von Frau Merkel zu erkennen und dann daraus Zukunfts-Ängste bei den Bürgern entstehen zu lassen. Geschickt nutzte der Demagoge Schroeder diese Taktik, um die SPD fast auf Gleichstand mit der CDU zu bringen und somit ein Quasi-Patt zu erreichen.
Das Traurige ist, dass viele Bundesbürger sich haben von Schroeder einwickeln lassen und so der SPD ihre Stimme gaben. Anstatt Aufschwung ist aber so jetzt Stillstand zur Agenda geworden. Eine Regierung ohne richtige Mehrheit. Ein Kanzler der sich trotz dramatischer wirtschaftlicher Krise in seiner Politik und seinem Ego bestätigt fühlt. Gute Nacht Deutschland. Die nächsten 4 Jahre sind bereits zum Stillstand verurteilt.